Das ist EVA.
Du bestimmst, womit EVA arbeitet. Über deinen SPACELABS-Account stellst du die Materialien für eine Unterrichtsstunde zusammen und erzeugst einen Zugang für deine Lerngruppe. Öffnen Schüler:innen EVA mit diesem Zugang, stehen die zugehörigen Materialien direkt bereit. Dadurch kennt EVA den bereitgestellten Lernkontext und kann Fragen auf die aktuelle Aufgabe, die Materialien und das Lernziel beziehen. Damit muss der Unterrichtskontext nicht bei jeder Frage neu erklärt werden.
Eine richtige Antwort ist noch kein Lernprozess. EVA ist deshalb darauf ausgelegt, eine Lösung nicht einfach vorwegzunehmen. Sie orientiert sich zunächst daran, was ein Lernender bereits erkannt hat und an welcher Stelle der weitere Erkenntnisweg stockt.
Je nach Situation kann EVA nachfragen, die Aufmerksamkeit auf eine Beobachtung lenken, an vorhandenes Wissen erinnern oder einen gezielten Hinweis geben. Für typische Lern- und Gesprächssituationen haben wir zudem gezielte Gesprächsanlässe vorbereitet, die EVA nutzen kann, um einen Dialog anzustoßen, Denkprozesse zu öffnen oder Lernende wieder in den Erkenntnisprozess zurückzuführen.
Reicht das noch nicht aus, kann die Unterstützung schrittweise konkreter werden. So entsteht ein Scaffolding, das sich am Lernprozess orientiert, statt ihn abzukürzen. Beobachten, beschreiben, deuten, begründen und übertragen bleiben Aufgaben der Lernenden. EVA unterstützt dabei, den jeweils nächsten Erkenntnisschritt selbst zu gehen.
Für die von uns entwickelten Lernumgebungen erhält EVA ein spezifisches Learning Package. Sie sind das fachliche, didaktische und methodische Fundament. Ein Learning Package beschreibt bis ins Detail Lernziele, notwendiges Vorwissen, fachliche Modelle und zentrale Zusammenhänge. Es legt fest, welche Beobachtungen oder Messwerte als Evidenz dienen können und berücksichtigt typische Verständnisschwierigkeiten, Präkonzepte sowie sprachliche Anforderungen. Darüber hinaus enthält es mögliche Lernwege und unterschiedliche Formen der Unterstützung: von einer diagnostischen Rückfrage über einen kleinen Hinweis bis hin zu stärkerem Scaffolding. Auch Modellgrenzen und sinnvolle Möglichkeiten des Transfers werden darin beschrieben.
Das Learning Package bildet die fachliche und didaktische Tiefenstruktur, innerhalb derer EVA handelt.
Generative KI erzeugt Antworten nicht nach einem starren Antwortschlüssel. Genau deshalb reicht es nicht aus, einige Gespräche mit EVA auszuprobieren und zu prüfen, ob die Antworten überzeugend klingen. Mit dem EVA Validation Framework werden typische Lernsituationen systematisch beschrieben und geprüft. Dazu gehören der jeweilige Unterrichtskontext, eine mögliche Äußerung eines Lernenden und die didaktische Interpretation dieser Äußerung. Anschließend wird festgelegt, wie EVA sinnvoll reagieren sollte und was EVA gerade nicht tun darf.
Entscheidend ist dabei unser didaktischer Antwortkorridor: Die Reaktion von EVA muss fachlich korrekt sein, den Kontext berücksichtigen, zum Lernstand passen, Lösungen nicht vorschnell vorwegnehmen und den nächsten Erkenntnisschritt unterstützen.
So verlassen wir uns nicht darauf, dass eine Antwort nur plausibel klingt, sondern prüfen systematisch, ob EVA innerhalb des vorgesehenen fachlichen und didaktischen Rahmens handelt.
Lernende bringen unterschiedliche Voraussetzungen mit. EVA soll deshalb nicht voraussetzen, dass alle auf demselben Weg lernen.
Mit EVA Voice kann der Lerndialog unter „Sprich mit EVA“ vollständig sprachbasiert geführt werden. Lernende können Fragen mündlich formulieren, mit EVA ins Gespräch kommen und sich Antworten vorlesen lassen.
Auch sprachlich eröffnet EVA unterschiedliche Zugänge: EVA, die Lernumgebungen und die zugehörigen Inhalte stehen vollständig auf Deutsch und Englisch zur Verfügung. So kann der gleiche Lerngegenstand auch in unterschiedlichen sprachlichen Kontexten bearbeitet werden.
Inklusion bedeutet für EVA, innerhalb eines gemeinsamen Lerngegenstands unterschiedliche Zugänge und passende Unterstützung zu ermöglichen.
Du bestimmst den Unterricht. EVA unterstützt innerhalb des von dir gesetzten Rahmens. Lernziel, Materialien, Aufgaben und Einsatzszenario bleiben in deiner Hand. EVA übernimmt weder Unterrichtsplanung noch pädagogische Entscheidungen. Ihr Mehrwert entsteht dort, wo im Unterricht viele Lernprozesse gleichzeitig stattfinden: Während Schüler:innen experimentieren, auswerten, rechnen oder Erklärungen entwickeln, kann EVA zusätzliche individuelle Unterstützung anbieten. Fragen müssen nicht warten, bis die Lehrkraft am Tisch angekommen ist und Hilfen können stärker an den jeweiligen Lernstand angepasst werden.
EVA kann die Möglichkeiten individueller Lernbegleitung erweitern, ohne die Rolle der Lehrkraft ersetzen zu wollen.
SPACELABS und EVA sind und bleiben kostenfrei nutzbar. Die Simulationen können von Lehrkräften und Schüler:innen direkt und ohne Account geöffnet werden. Für den Zugriff auf Unterrichtsmaterialien und die Einrichtung von EVA erstellen Lehrkräfte einen kostenfreien SPACELABS-Account. Darüber wählen sie das gewünschte Material oder eine Simulation aus, legen die Lerngruppe sowie die gewünschte Nutzungsdauer fest und erzeugen anschließend einen sechsstelligen Zugangscode und einen QR-Code.
Mit diesem Code oder QR-Code erhalten Schüler:innen unmittelbar Zugang zu EVA. Ein eigener Account ist für Schüler:innen nicht erforderlich.
So viel eigene Erkenntnis wie möglich.